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Hogan’s Cider hat seinen Ursprung in einer Wassermühle

Allen Hogan ist einer von denen, die ihr Hobby aus Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Bedingt durch seinen Job zog es Allen und seine Frau aus dem Norden Englands in die Midlands nach Warwickshire. Dort lernten die beiden John Stewart kennen – ein Mann, der in einer Wassermühle am Fluss lebte, auf die städtische Strom- und Wasserversorgung verzichtete, sein einfaches Leben genoss und eine Begeisterung für Cider hatte. Von den 400 Gallonen, die er jährlich herstellte, trank er die Hälfte selbst – sagt zumindest Allen (mit einem Augenzwinkern), der ihm anfangs zunächst beim Trinken und später bei der Herstellung eine große Unterstützung war.

Und so sammelten die beiden im Herbst die Äpfel aus John’s Garten, nutzten die Kraft der Wassermühle um die Äpfel zu zerkleinern, pressten den Saft aus den Äpfeln und machten daraus letztendlich Cider. Allen entwickelte über die Zeit große Freude an der Cider-Herstellung, nahm sich eine kurze Auszeit von seinem Job und besuchte ein Seminar, das ihm die Grundlagen der Cider-Herstellung vermitteln sollte – und wie viele andere, ging auch Allen in die Schule vom legendären Peter Mitchell. Zurück mit dem neu erlangten Wissen, sollte die ganze Sache mit John nun etwas professioneller angegangen werden.

Die Geschichte ließe sich an dieser Stelle noch weitererzählen, aber um es kurz zu machen: John verstarb kurze Zeit später und seine Familie überließ Allen alles, was er zur Cider-Herstellung brauchte. Und so ist es wohl kaum übertrieben zu sagen, dass der Ursprung von Hogan’s Cider in einer kleinen Wassermühle am Fluss liegt.

Mit Teamwork und frischen Ideen gegen die großen Konzerne

Hogan’s Cider ging im Jahr 2005 offiziell an den Start. Verkaufsaktivitäten fanden, wie so häufig, zunächst auf lokalen Wochenmärkten und in kleinen Pubs statt. Allen, gelangweilt nach mehr als 20 Jahren Arbeit in der IT-Branche und glücklich darüber, nicht mehr so viel reisen zu müssen, kündigte seinen Job und widmete sich nun voll und ganz seiner neuen Leidenschaft.

Heute, 13 Jahre später, hat sich Hogan’s Cider zu einem Unternehmen entwickelt, das immer weiter wächst – langsam, aber stetig. Allen hat zwei Söhne, die nach seiner Aussage aber mehr Interesse daran haben, Cider zu trinken als ihn selbst herzustellen. Dafür ist seine Frau Jane stark im Unternehmen engagiert: Sie hat immer die Finanzen im Blick und kümmert sich darum, dass die IT-Prozesse laufen. Eine weitere und enorm wichtige Rolle hat Shaun über die letzten Jahre eingenommen, der mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung auf dem Gebiet der Cider-Herstellung im Team als „Cider Gandalf“ bezeichnet wird: Mit ihm arbeitet Allen an Ideen für unkonventionelle Cider wie dem Killer Sharp Cider oder Hip Hop Cider.

Aber natürlich lief nicht immer alles rund. Allen ist da ganz offen und ehrlich wie so viele andere und kleine Hersteller auch. Für Allen und sein Team von war das vor allem die Zeit, in der die großen Konzerne ihre Cider mit Hochglanzplakaten und dicken Budgets auf den Markt gebracht haben. Allen gibt zu, dass sich auch Hogan’s Cider in dieser Phase neu erfinden musste – und so entstanden viele der Cider, die das Sortiment noch heute prägen.

Ein langsamer Herstellungsprozess für herausragende Cider

Weil England das Land der Cider-Äpfel ist, gibt es auch keine Probleme bei der Nachfrage. Und so ist für Allen ganz selbstverständlich, die Äpfel für Hogan’s Cider von regionalen Farmern zu verwenden. Der Grund ist aber noch ein anderer: Um selbst Apfelbäume in großer Menge anbauen zu können, sind zwei wichtige Dinge notwendig: Zeit und Geld. Insbesondere zu Beginn ist beides oftmals nicht vorhanden, so auch bei Allen.

Im Oktober und November werden die Äpfel gepresst. Der Fermentationsprozess kann dann auch mal etwas länger dauern. Entscheidend ist vor allem die Umgebungstemperatur, von der die Aktivität der Hefe abhängig ist – je wärmer es ist desto aktiver ist die Hefe. Bei Hogan’s Cider zieht sich diese Fermentation bis in den Februar des darauffolgenden Jahres. Der Cider darf anschließend noch einmal für mehrere Monate zur Perfektion reifen.

Allen ist einer der weniger Cider-Hersteller, die auf dem Flaschenetikett ihre Zutaten nennen, die der Cider enthält. Allen müsste das zwar nicht, aber es gehört zur Philosophie von Hogan’s Cider, so transparent wie möglich zu sein. Zutaten, wie Wasser oder Zucker, erfüllen jeweils einen bestimmten Zweck und werden hinsichtlich Menge und Qualität mit Bedacht gewählt. In der Regel spielt hier die ausgewogene Balance des Ciders eine entscheidende Rolle. Allen ist es wichtig, die Natürlichkeit eines Ciders zu bewahren und gleichzeitig, neue Stilrichtungen auszuprobieren, um das Sortiment immer wieder mit spannenden Kreationen zu ergänzen.

Diese Selbstverständlichkeit für natürliche und kreative Prozesse finden wir bei Hogan’s Cider vor allem beim Wild Elder und dem Libertine wieder. Für den zur wärmeren Jahreszeit passenden Wild Elder Cider zieht das Team zur Blütezeit im Mai und Juni los, pflückt die Holunderblüten, kocht daraus einen Tee und gibt diesen Sud dem ursprünglichen Cider hinzu. Und beim Libertine Cider kommt Muscovado-Zucker zum Einsatz – nicht wegen seiner Süße (sonst wäre auch einfacher Haushaltszucker ausreichend), sondern wegen seiner zarten Karamell- und Malznoten.